Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Name „albedo39“?
Die „Albedo“ (lat. = „Weißheit) ist ein physikalischer Parameter, welcher das Rückstreuvermögen diffus reflektierender Oberflächen beschreibt. Sie gibt das Verhältnis von Einstrahlung und Rückstrahlung an, wobei Werte zwischen 0 und 1 angenommen werden können. Übertragen auf das System Sonne (Strahlungsquelle) – Erde (diffuser Reflektor) ist die lokale Ausprägung der Albedo letztlich das, was die Erdbeobachtungssatelliten erfassen (zumindest jene, die im optischen Spektrum operieren). Die durchschnittliche sphärische Albedo der Erde beträgt 0.39 oder 39%. Dieser Wert würde sich theoretisch mit der Zeit einpendeln, wenn man die Erde als 1 Pixel erfassen würde. Der Firmenname „albedo39“ nimmt also Bezug auf das, was die Erdbeobachtungssatelliten "im Mittel" erfassen und womit die Firma letztlich arbeitet.
Warum der Namenszusatz „…Werkstatt“?
Mit der Bezeichnung als Satellitenbildwerkstatt möchten wir zum einen den kreativen, schaffenden Aspekt unserer Arbeit betonen. Wir arbeiten mit Bildern und machen hieraus schöne, neue Dinge. Zum anderen ist unsere Arbeitsstätte tatsächlich eine Art Werkstatt, denn hier werden große Papier- und Leinenbögen bedruckt, Keilrahmen zusammengebaut, Firnis aufgetragen, Bögen geschnitten, kaschiert, aufgezogen, gerahmt usw.
Was ist neu an dem Konzept der albedo39 Satellitenbildwerkstatt?
- Spezialisierung auf den ästhetischen Aspekt der Satellitenbilder
- fotografisch-künstlerische Betrachtungsweise der Satellitenbilder (Ausschnittswahl, Farbbearbeitung)
- Vereinigung von wissenschaftlicher Satellitenbildverarbeitung und professioneller (Foto-) Bildverarbeitung
- Stark verbesserte Integration von Bild und Kartografie (Satellitenbildkarten)
- Einbezug von Fine Art Print-Techniken (Satellitenbildkunstdrucke)
- Satellitenbildkunstdrucke als neuartiger Produktzweig
Warum heißen die Satellitenbildkarten "-karten" und nicht "-poster"
Unserer Satellitenbildkarten sind vom äußeren Erscheinungsbild natürlich auch Poster („dekoratives Plakat“). Da die dargestellten Satellitenbilder jedoch in einer kartographischen Projektion vorliegen, einen konkreten Maßstab haben, kartographisches Namensgut enthalten und z.T. auch ein Koordinatengitter aufweisen (Skandinavien, Neuseeland), ist die Bezeichnung „Karte“ sehr viel treffender. Die Bezeichnung als „Karte“ kann als qualitatives Merkmal verstanden werden, welches das Produkt vom einfachen „gedruckten Bild“ abgrenzt.
Hat die albedo39 Satellitenbildwerkstatt etwas mit Google Earth zu tun?
Ja und nein. Die albedo39 Satellitenbildwerkstatt benutzt zum Teil die gleichen Rohdatentypen und Rohdatenquellen wie Google Earth. Satellitenbildrohdaten können jedoch zu sehr unterschiedlichen Endprodukten weiterverarbeitet werden, je nach Intention. Bei Multimedia-Anwendungen wie Google Earth zählen Performance und Flächendeckung. Die albedo39 Satellitenbildwerkstatt arbeitet eher „punktuell“ und hat die „feine Bildausarbeitung“ zum Schwerpunkt.
Welche Daten benutzt die albedo39 Satellitenbildwerkstatt?
Für unsere Produkte nutzen wir derzeit Rohdaten der amerikanischen Erdbeobachtungssatelliten Landsat 5 (Sensor: TM), Landsat 7 (Sensor: ETM+), Terra und Aqua (Sensor: MODIS). Zukünftig werden auch Daten von Aster, Spot, IRS, Ikonos und Quickbird eine Rolle spielen.
Wieso hat man beim Betrachten der albedo39 Satellitenbildkarten manchmal den Eindruck, dass das Relief falsch herum ist?
Der Reliefeindruck, den der Mensch aus einer zweidimensionalen Abbildung rekonstruiert, hat viel mit seinen Erfahrungen zu tun. Diese Erfahrung lehrt ihn, dass die Beleuchtung "von oben" bzw. "von vorne" angenommen werden kann. Tatsächlich wird bei den meisten kartographischen Erzeugnissen eine Schummerung verwendet, die auf einer Beleuchtung aus Nordwesten basiert. Bei einer Satellitenaufnahme auf der Nordhalbkugel ist es jedoch genau umgekehrt: die Sonne steht während der Aufnahme meist im Südosten oder im Süden – die Licht- und Schatteneffekte des Reliefs sind also genau andersherum, wie wir es von der Betrachtung von Landkarten gewöhnt sind. Hierdurch kommt es zum Effekt der sogenannten "Reliefumkehr".
Sind die Kunstdrucke lichtbeständig?
Von den Tinten- und Medienherstellern wird eine Haltbarkeit von mindestens 75 Jahre zugesagt, was auch durch wissenschaftliche Tests und Simulationen belegt wurde. Im Falle der Leinen-Ausgabe dürfte dieser Wert noch übertroffen werden, da unser Firnis einen zusätzlichen UV-Schutz bewirkt. Die Bütten-Ausgabe kann zusätzlich (UV-) geschützt werden, in dem sie unter Glas gerahmt wird. Die Prognosen setzen jedoch voraus, dass „normale“ Bedingungen herrschen (normale und möglichst konstante Temperatur- und Feuchtebedingungen, kein direktes Sonnenlicht).
Sind die Satellitenbildkunstdrucke „Kunst“?
Wir freuen uns natürlich, wenn jemand unsere Bildausarbeitungen als Kunst bezeichnet. Uns geht dieser Begriff jedoch einen Schritt zu weit. Die subjektive Arbeit ist auf das Auffinden der Motive, die Festlegung des Ausschnittes und auf die feine Ausarbeitung des Bildes beschränkt. Die eigentliche „Aufnahme“ und die Bildperspektive sind nicht in der Hand des Bearbeiters. Insofern ist der künstlerische Freiheitsgrad gegenüber der Fotografie oder dem gemalten Bild stark reduziert. Andererseits verlangt die Ausschnittswahl durchaus einen künstlerischen Blick. Und der feinen Bildausarbeitung liegt durchaus eine „Vision“ zugrunde, welche die Bearbeitung leitet. Art und Intensität der Satellitenbildausarbeitung sind in Verbindung mit der besonderen Drucktechnik und Aufmachung durchaus neu. Dennoch lehnt sich das Ergebnis immer an die Natur an - es enthält keine absichtlichen Verfremdungen oder kompositorische Aspekte. Alle vorgenommen Manipulationen dienen lediglich dazu, die dargestellten Strukturen besonders schön zur Geltung kommen zu lassen. Wir beziehen den Begriff „Kunstdrucke“ in erster Linie auf die verwendete Drucktechnik und die verwendeten Medien, welche besonders hochwertig und langlebig sind. Der Begriff meint NICHT: „Gedruckte Kunst“.
Warum sind die Satellitenbildkunstdrucke so teuer?
Für die Satellitenbildkunstdrucke werden Druckverfahren und Medien verwendet, wie sie sonst nur in der Kunstreproduktion sowie in der Ausgabe feiner Fotografien eingesetzt werden. Merkmale sind höchste Auflösung, feinste Farbnuancen, Farbstabilität, Lichtechtheit, Säurefreiheit der Trägermaterialien usw. Diese Technik und diese Materialien haben ihren Preis. Hinzu kommt der hohe Arbeitsaufwand a) der einmaligen Motiverstellung (Bildverarbeitung) und b) der Bearbeitung des jeweiligen Exemplars für Sie als Kunden (Druckauslösung und -überwachung, Trocknung, Firnisauftrag, Aufspannen auf Keilrahmen, Montage im Schattenfugenrahmen). Bevor ein Motiv endgültig in das Sortiment aufgenommen wird, sind außerdem zahlreiche Testdrucke notwendig. Es fallen also schon erhebliche Materialkosten an, bevor überhaupt ein Exemplar verkauft wird. All dieser Aufwand schlägt sich – leider – auch im Preis der Kunstdrucke nieder. Auf der anderen Seite erhalten Sie mit unseren Kunstdrucken ein exklusives, hochgradig originelles Produkt mit hoher Haltbarkeit.
Ist es möglich, Motive aus der Reihe "Kunstdrucke" auch als Poster zu bekommen?
Ein wesentlicher Unterschied zwischen unseren "Postern" (Satellitenbildkarten) und Satellitenbildkunstdrucken ist, dass die Poster in großer Stückzahl im Offsetdruck in einer Druckerei gedruckt werden. Große Stückzahl bedeutet > 1.000, darunter lohnt ein Offsetdruck nicht. Dies funktioniert natürlich nur, wenn für das jeweilige Motiv auch ein größerer Markt vorhanden ist. Dementsprechend findet man bei unseren Postern hauptsächlich ganze Länder, Inseln und Erdteile. Speziellere Motive (z.B. ein abstraktes Wüstenmotiv) lohnen nicht als "Massendrucksache", da sich meist nur eine handvoll Leute für das Motiv interessiert. Dementsprechend werden diese Motive Stück für Stück und nur auf Anfrage gedruckt. Stück für Stück bedeutet aber auch zwangsläufig: teureres, aufwendigeres Druckverfahren und hoher Arbeitsaufwand pro Auftrag. Wir führen diese Einzeldrucke bei uns in der Werkstatt mit einem speziellen Drucker aus, welcher sehr hochwertig und lichtbeständig druckt. Es liegt nahe, hier auch besonders hochwertige Medien (Bütten und Leinwand) einzusetzen. Deshalb nennen wir diese Drucke "Kunstdrucke". Wir meinen, dass bei dieser Art der Ausgabe das Motiv, die Drucktechnik und das Medium "einander gerecht" werden. Sie können ein Motiv aber auch auf ein einfaches Mattpapier gedruckt bekommen - das kommt einem Poster am nächsten und ist billiger als die Bütten- oder Leinwandversion, aber leider immer noch deutlich teurer als ein Poster (da es sich um einen individuellen Druck handelt).
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